New Customer Reporting in Meta
Last updated: June 30, 2026
1. Warum sich das Reporting nach der Umstellung verändert
Sobald Kampagnen auf das Event „NewCustomerPurchase“ optimieren, verändert sich das Ziel der Kampagne. Statt möglichst viele Käufe zu generieren, soll Meta nun möglichst viele Neukunden gewinnen.
Dadurch verändert sich auch die Art, wie Kampagnen bewertet werden sollten.
Während zuvor klassische Purchase-KPIs wie die Anzahl der Käufe oder der Cost per Purchase im Mittelpunkt standen, sollten nach der Umstellung insbesondere die Neukunden-KPIs betrachtet werden.
Beispiel
Kampagne A | Kampagne B | |
|---|---|---|
Spend | 2.000 € | 2.000 € |
Purchases | 40 | 35 |
NewCustomerPurchases | 20 | 30 |
Cost per Purchase | 50 € | 57 € |
Customer Acquisition Cost (CAC) | 100 € | 67 € |
Obwohl Kampagne B insgesamt weniger Käufe erzielt, gewinnt sie aus demselben Budget deutlich mehr Neukunden und erreicht gleichzeitig niedrigere Customer Acquisition Costs.
Wenn das Ziel der Kampagne die Neukundengewinnung ist, wäre Kampagne B deshalb die bessere Kampagne.
Die Performance sollte nach der Umstellung daher primär anhand der Neukunden-KPIs bewertet werden und nicht ausschließlich anhand der bisherigen Purchase-Metriken.
1.1 Warum sich einzelne Standard-KPIs verändern
Zusätzlich verändert sich nach der Umstellung auch die Bedeutung einiger Standard-Kennzahlen innerhalb des Meta Ads Managers.
Insbesondere die Spalten Results und Cost per Result beziehen sich immer auf das aktuell verwendete Optimierungsziel.
Beispiel
Vor der Umstellung:
Optimization Goal: Purchase
Amount Spent: 5.000 €
Attribuiert:
100 Purchases
50 NewCustomerPurchases
Cost per Result: 50 € (= 5.000 € ÷ 100 Purchases)
Nach der Umstellung:
Optimization Goal: NewCustomerPurchase
Amount Spent: 5.000 €
Attribuiert:
100 Purchases
50 NewCustomerPurchases
Cost per Result: 100 € (= 5.000 € ÷ 50 NewCustomerPurchases)
Die Kampagne hat in diesem Beispiel exakt gleich performt.
Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die Spalte Cost per Result nun die Customer Acquisition Cost (CAC)statt der bisherigen Cost per Purchase ausweist.
⚠ Wichtig:
Anders als in Google Ads betrifft diese Änderung in Meta nur wenige Standard-Kennzahlen – insbesondere Results und Cost per Result.
Andere Kennzahlen wie Purchases, Purchase ROAS oder Purchase Conversion Value bleiben unverändert und sind im Ads Manager eindeutig beschriftet. Meta zeigt bei jeder Kennzahl klar an, auf welches Event sie sich bezieht (z. B. Purchase oder NewCustomerPurchase). Dadurch ist die Gefahr von Fehlinterpretationen deutlich geringer als in Google Ads.
2. Welche KPIs nach der Umstellung relevant werden
Nach der Umstellung sollten Kampagnen nicht mehr ausschließlich anhand klassischer Meta-KPIs bewertet werden.
Die wichtigsten Performance KPIs sind nun:
Anzahl Neukunden: NewCustomerPurchase
Neukundenumsatz: NewCustomerPurchase Value
Customer Acquisition Cost (CAC): Cost per NewCustomerPurchase
NC ROAS: Custom Spalte
New Customer Share (NC %): Custom Spalte
Dadurch lässt sich unterscheiden:
wie viele Neukunden insgesamt gewonnen wurden
wie hoch der Anteil der Neukunden war
wie profitabel die Neukundenakquise tatsächlich ist
Die Bewertung sollte deshalb stärker aus Neukundenperspektive erfolgen.
3. Custom Events vs. Custom Conversions im Reporting richtig verwenden
Für alle von Mable bereitgestellten Neukunden-Events erstellt Mable in Meta in der Regel sowohl:
ein Custom Event
eine Custom Conversion
Beispielsweise:
NewCustomerPurchase
NewCustomerPurchase (Custom Conversion)
Für die Kampagnenoptimierung sollte immer das Custom Event verwendet werden.
Welche Variante im Reporting verwendet werden sollte, hängt davon ab, ob Kampagnen bereits auf NewCustomerPurchase optimieren.
Reporting ohne NewCustomer-Optimierung
Optimieren Kampagnen weiterhin auf Purchase und sollen die NewCustomer-Kennzahlen lediglich zusätzlich ausgewertet werden, erfolgt das Reporting zunächst über die entsprechenden Custom Conversions.
Reporting mit NewCustomer-Optimierung
Sobald Kampagnen auf NewCustomerPurchase optimieren, empfehlen wir für das Reporting die Verwendung der Custom Events, da diese direkt den von Mable an Meta übermittelten Optimierungssignalen entsprechen.
Custom Conversions basieren dagegen auf einer zusätzlichen Verarbeitungsschicht innerhalb von Meta. In den meisten Fällen stimmen die Werte überein. In Einzelfällen können jedoch kleinere Abweichungen auftreten.
Deshalb gilt:
Für Optimierung immer das Custom Event verwenden
Für das Reporting bei Kampagnen mit NewCustomerPurchase-Optimierung möglichst ebenfalls das Custom Event verwenden.
Für das Reporting ohne NewCustomerPurchase-Optimierung bzw. solange das Custom Event noch nicht verfügbar ist, die entsprechende Custom Conversion verwenden.
Die Einrichtung der empfohlenen Reporting-Spalten auf Basis der Custom Events wird in Kapitel 4 Schritt für Schritt beschrieben. Dort findet ihr auch die ScribeHow-Anleitungen zum Hinzufügen der Standard-Spalten (siehe 4.1) sowie zur Erstellung der benutzerdefinierten Kennzahlen NC % (siehe 4.3) und NC ROAS (siehe 4.4).
3.1 Warum manche Custom Events nicht in den Spalten auswählbar sind
Meta zeigt in den Reporting-Spalten standardmäßig nur Custom Events an, auf die innerhalb des Ad Accounts bereits mindestens einmal von einem Adset optimiert wurde.
Deshalb ist vor der ersten Optimierung auf ein bestimmtes Event häufig zunächst nur die zugehörige Custom Conversion als Reporting-Spalte verfügbar.
Bevor erstmals ein Ad Set auf NewCustomerPurchase optimiert wurde, steht in den Reporting-Spalten in der Regel zunächst nur NewCustomerPurchase (Custom Conversion) zur Verfügung.
Dasselbe gilt für weitere Mable Events wie:
ReturningCustomerPurchase
NetRevenueAllCustomerPurchase
NetRevenueNewCustomerPurchase
Sobald einmal ein Ad Set auf das jeweilige Event optimiert wurde, steht das entsprechende Custom Event dauerhaft als auswählbare Reporting-Spalte zur Verfügung.
Bis dahin kann alternativ die zugehörige Custom Conversion für das Reporting verwendet werden.
3.2 Was tun, wenn die Custom Conversion fehlt?
Falls auch die passende Custom Conversion nicht verfügbar ist, sollte zunächst geprüft werden, ob sie im Meta Events Manager erstellt wurde.
Öffnet dazu:
Events Manager → Custom Conversions
Dort sollte für jedes von Mable bereitgestellte Event eine entsprechende Custom Conversion vorhanden sein, z. B.:
NewCustomerPurchase (Custom Conversion)
ReturningCustomerPurchase (Custom Conversion)
AllCustomerPurchase (Custom Conversion)
⚠ Wichtig:
Verlasst euch in dieser Übersicht nicht auf die angezeigten Statistiken oder den Status der Custom Conversion. Diese Anzeige ist im Meta Events Manager häufig unzuverlässig und eignet sich nicht zur Überprüfung, ob die Custom Conversion korrekt funktioniert.
Falls die gewünschte Custom Conversion nicht vorhanden ist, kann sie manuell angelegt werden.
Die Einstellungen sollten dabei wie folgt gewählt werden:
Name: NewCustomerPurchase (Custom Conversion)
Description: Mable Custom Conversion
Data Source: Mable Pixel
Action Source: Website
Event: entsprechendes Mable Event (z. B. NewCustomerPurchase)
Category: Purchase
Rule: Event Parameter →
value→ is greater than or equal to →0
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Prüfung und manuellen Erstellung einer Custom Conversion findet ihr hier ⬇:
4. Custom Reporting-Spalten für die Neukundenoptimierung einrichten
Um die Neukundenperformance nach der Umstellung auf NewCustomerPurchase korrekt bewerten zu können, empfehlen wir, zusätzliche Spalten mit Neukunden-KPIs im Ads Manager einzublenden.
4.1 Standard-Spalten hinzufügen
Folgende Spalten empfehlen wir:
NewCustomerPurchase
NewCustomerPurchase Value
Cost per NewCustomerPurchase
Diese Kennzahlen zeigen:
wie viele Neukunden gewonnen wurden
welchen Umsatz diese Neukunden erzielt haben
wie hoch die Customer Acquisition Cost (CAC) war
Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Hinzufügen der Custom Event-Spalten findet ihr hier ⬇:
Falls die NewCustomerPurchase-Event Spalten noch nicht verfügbar sind, findet ihr in Kapitel 3.1f. die Hintergründe sowie die passende Alternative über Custom Conversions.
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu findet ihr hier ⬇:
4.2 Benutzerdefinierte Metriken erstellen
Zusätzlich empfehlen wir zwei benutzerdefinierte Kennzahlen anzulegen:
NC %
NC ROAS
Diese Kennzahlen stehen standardmäßig nicht im Ads Manager zur Verfügung und müssen einmalig als benutzerdefinierte Metriken erstellt werden.
4.3 NC % (Neukundenquote)
Die Neukundenquote beschreibt, welcher Anteil aller Käufe von Neukunden stammt. Je höher dieser Wert ist, desto größer ist der Anteil der Neukunden an allen Käufen.
Berechnung:
NewCustomerPurchase ÷ Purchase
Den vollständigen Step-by-Step-Guide zur Erstellung der Spalte findet ihr hier ⬇:
4.4 NC ROAS
Der NC ROAS beschreibt den Return on Ad Spend, der ausschließlich durch Neukunden erzielt wurde. Dadurch kann unabhängig vom Gesamt-ROAS bewertet werden, wie profitabel die tatsächliche Neukundengewinnung ist.
Berechnung:
NewCustomerPurchase Value ÷ Spend
Den vollständigen Step-by-Step-Guide zur Erstellung der Spalte findet ihr hier ⬇:
4.5 Reporting-Preset speichern
Nachdem die relevanten Neukunden-Kennzahlen eingerichtet wurden, empfehlen wir, die Spaltenkonfiguration als eigenes Preset zu speichern.
Dadurch müssen die Spalten nicht bei jeder Analyse erneut ausgewählt werden und stehen jederzeit direkt im Ads Manager zur Verfügung.
Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Speichern eines New Customer Reporting Presets findet ihr hier ⬇:
5. Neukundenoptimierung über Audience Segmentation validieren
Zusätzlich zu den Neukunden-KPIs kann die Meta Audience Segmentation genutzt werden, um zu überprüfen, ob Kampagnen tatsächlich überwiegend neue Zielgruppen erreichen.
Wichtig ist dabei die Einordnung:
Für die Bewertung von Conversions sind die oben beschriebenen Mable Custom Event-Spalten deutlich präziser, da sie direkt auf den von Mable übermittelten Neukunden-Events basieren.
Die Audience Segmentation ist ungenauer, weil Audiences nie vollständig gematcht werden können. Sie ist trotzdem hilfreich, weil sie auch für On-Platform-Metriken wie Amount Spent, Reach oder Impressions funktioniert.
5.1 Active Customers Audience als Existing Customers hinterlegen
Damit Meta die Performance nach Zielgruppensegmenten aufschlüsseln kann, muss die von Mable synchronisierte Active Customers Audience in den Marketing Settings als Existing Customers hinterlegt werden.
Dazu wird im Meta Ads Manager unter Advertising Settings → Audience Segments → Existing Customers die entsprechende Active Customers Audience ergänzt.
5.2 Zielgruppensegmente im Reporting anzeigen
Nach der Hinterlegung der Active Customers Audience kann die Segmentierung im Ads Manager aktiviert werden.
Dazu:
Breakdown → Demographics → Audience segments
Meta teilt die Performance anschließend in Zielgruppensegmente auf, z. B.:
Existing Customers
New Audience
Engaged Audience, falls vorhanden
Unknown, falls Meta Nutzer nicht eindeutig zuordnen kann
Dadurch lässt sich nachvollziehen, welcher Anteil von Spend, Reach und Impressions auf neue oder bestehende Zielgruppen entfällt.
Für die Bewertung der tatsächlichen Neukunden-Conversions sollten weiterhin die Mable Custom Event-Spalten verwendet werden, da diese präziser sind als die Audience-Segmentierung von Meta.
Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung der Existing Customers Audience sowie zur Nutzung der Audience Segments im Meta Ads Manager findet ihr hier ⬇:
6. Performance nach der Umstellung richtig bewerten
Nach der Umstellung auf NewCustomerPurchase sollte die Performance nicht zu früh bewertet werden.
Meta benötigt Zeit, um das neue Optimierungsziel zu verstehen und neue Käufermuster zu lernen.
In vielen Accounts dauert diese Lernphase:
etwa 1 Woche
häufig 2–4 Wochen
in Einzelfällen auch länger
Während dieser Phase können auftreten:
schwankende Ergebnisse
höhere CACs
niedrigere NC ROAS Werte
geringeres Volumen
Das ist zunächst normal.
Je mehr Daten und Budget vorhanden sind, desto schneller kann Meta lernen.
Die wichtigsten Kennzahlen zur Bewertung der Entwicklung sind deshalb:
NewCustomerPurchases
NewCustomerPurchase Value
CAC
NC %
NC ROAS
Diese Kennzahlen sollten immer über einen ausreichend langen Zeitraum betrachtet werden und nicht auf Basis weniger Tage bewertet werden.
7. Nächster Schritt: Meta Tracking & Catalog Setup Best Practices
Für eine saubere Attribution und optimale Kampagnensteuerung empfehlen wir zusätzlich die Best Practices für Datasets, Catalogs und Product Matching zu beachten.
Den vollständigen Guide findet ihr hier ⬇: